Nach großer Vorfreude ist es endlich soweit: Unser Radcamp zur Vorbereitung auf die VOR-TOUR im Jubiläumsjahr „30 Jahre VOR-TOUR der Hoffnung“ startet! Gemeinsam mit rund 30 motivierten
Radlerinnen und Radlern haben wir unser Trainingsquartier in Playa de Palma bezogen. Für mich persönlich ist es eine Premiere, die Umgebung rund um Palma mit dem Rennrad zu entdecken – ein ganz
neues Erlebnis, nachdem ich bisher nur die Camps bei/mit Marcel Wüst an der Ost- und mit Bike4Passion an der Nordküste Mallorcas kenne.
Ankommen
Bereits am frühen Samstagmorgen landen wir auf der Insel. Nach einer kurzen Ankunftsphase und dem Abholen der vorbereiteten Miet-Rennräder bei Bernhard kann das Abenteuer beginnen. Die erste
Einrollrunde ist bewusst sanft gewählt: Wir folgen dem Radweg direkt entlang der Küste in Richtung Palma, genießen die frische Meeresbrise und das noch ruhige Treiben am Nachmittag. Ein Fotostopp
an der imposanten Kathedrale in Palma darf natürlich nicht fehlen, bevor wir am Hafen wenden und gemütlich zurück nach Playa de Palma rollen.
Diese kleine, feine Auftaktrunde ist perfekt, um die Müdigkeit der Anreise abzuschütteln, sich zu akklimatisieren und die erste gemeinsame Zeit mit unseren Mitradlern zu genießen. Die Vorfreude
auf die kommenden Tage voller spannender Touren, neuer Eindrücke und gemeinsamer Erlebnisse ist riesig.
Palma
Der Sonntag bringt uns allerdings den ersten Ruhetag: Regen und kühlere Temperaturen lassen die Räder im Keller. Stattdessen nehmen wir den Bus nach Palma, spazieren bei Regen durch die Gassen bis
zum Rathaus und zum uralten Olivenbaum auf der Plaza de Cort, bevor wir direkt zur Kathedrale weiterziehen.
Ein trockener Platz in einem Café ist nicht zu finden – offenbar haben alle dieselbe Idee. Als der Regen schließlich immer stärker wird, die Kleidung durchnässt ist und auch der neue Hut dem Regen nicht weiter trotzen kann, fahren wir zurück an die Playa.
Im warmen Hotel angekommen, können wir uns aufwärmen, die restlichen VOR-TOURler, die heute erst anreisen, begrüßen und bei einem schönen Wiedersehen schon gemeinsame erste Pläne für die kommenden, hoffentlich sonnigeren Tage schmieden.
Ein trockener Platz in einem Café ist nicht zu finden – offenbar haben alle dieselbe Idee. Als der Regen schließlich immer stärker wird, die Kleidung durchnässt ist und auch der neue Hut dem Regen nicht weiter trotzen kann, fahren wir zurück an die Playa.
Im warmen Hotel angekommen, können wir uns aufwärmen, die restlichen VOR-TOURler, die heute erst anreisen, begrüßen und bei einem schönen Wiedersehen schon gemeinsame erste Pläne für die kommenden, hoffentlich sonnigeren Tage schmieden.
Sa Rapida
Am Montagmorgen studieren wir zunächst die verschiedenen Wetter-Apps, denn wir wollen heute unbedingt wieder aufs Rad. Gegen späten Vormittag rollen wir schließlich wie am Vortag geplant, los.
Andere Gruppen unserer VOR-TOUR-Radler warten noch den Mittag ab, bevor sie auf die Strecke gehen.
Unsere kleine Rennradgruppe bricht Richtung Osten auf, passt die Route jedoch spontan an, um trocken zu bleiben, und erreicht so fast ohne Regen die Mittagspause in Sa Rapida – nur drei
vereinzelte Tropfen begleiten uns.
Im mir vertrauten Café genießen wir die Pause und ich erinnere mich an die Tour mit Marcel Wüst vor zwei Jahren von Cala Murada aus hier nach Sa Rapida.
Auf dem Rückweg treten wir gegen etwas Gegenwind an, fahren über ruhige Camis vorbei an Gärten und folgen der welligen Küstenstraße. Schließlich rollen wir noch die Kilometer entlang des
Ballermann aus, bevor wir happy und zufrieden am Hotel ankommen.
Petra
Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir heute mit einem Teil der VOR-TOURler Richtung Petra. Gleich hinter Playa de Palma geht es erst einmal ordentlich bergauf, bevor wir durch die sanfthügelige, ländliche Landschaft über Son Gual radeln.
Kurz vor Petra genießen wir auf sieben Kilometern freie Fahrt, sodass sich unsere starken Fahrer austoben können.
Während diese noch eine kleine Extrarunde hinauf zur Ermita de Bonany drehen, sichern Britta und ich schon einmal Plätze in einem gemütlichen Café in Petra. Die Sonne lässt sich nur zögerlich blicken und der Wind ist frisch und kühl.
Nach einer ausgedehnten Pause treten wir motiviert den Rückweg über Porreres und Llucmajor an. Kurz vor Llucmajor setzt jedoch Regen ein und wir schlüpfen in unsere Regenjacken. In Llucmajor empfängt uns der schnellere Teil der Gruppe bereits mit einer Leckerei, die uns die letzten Kilometer bis zur Homebase versüßt.
Ein schöner Tag und ein tolles gemeinsames Erlebnis!
Danke für das Miteinander!
Felanitx
Der Tag beginnt mit strahlendem Sonnenschein und Britta und ich gehen heute alleine auf Tour.
Wir genießen die leeren Straßen, während wir uns von Playa de Palma auf den Weg machen. Mit dem Routenvorschlag von Rainer und Elke navigieren wir uns sicher durch die kleinen Camis, die uns
vorbei an schönen, ruhigen Gärten führen. Rückenwind begleitet uns und wir treten locker und zügig in die Pedale, spüren die Leichtigkeit des Fahrens und haben eine Menge Spaß daran.
Felanitx begrüßt uns vertraut, der majestätische Sant Salvador ragt über dem Ort, bleibt heute jedoch durch uns unerklommen.
Nach einer entspannten Mittagspause rollen wir weiter durch Porreres und Llucmajor, nehmen ab hier teils neue Wege zurück zur Base. Über 100 Kilometer später erreichen wir das Hotel, happy über
die gelungene Tour und den perfekten Radtag.
„Ruhetag“
Am Vormittag nehme ich mir IchZeit und rolle ganz entspannt mit dem Rad Richtung Palma. Hinter dem Hafen suche ich nach einem weiterführenden Weg, finde diesen jedoch nicht. Stattdessen setze ich
mich an den Hafen, lasse den Blick über das Meer und die Boote schweifen, atme die frische Meeresluft ein und genieße die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut. Immer wieder halte ich an, um Fotos
von den kleinen Momenten am Wegesrand festzuhalten.
Am Nachmittag kehren nach und nach die Gruppen zurück und gemeinsam lassen wir diesen ruhigen, sonnigen Tag ausklingen.
Coll des Tords
Heute geht es für Britta, mich und unsere Guide Elke auf die Königsetappe. Ich freue mich mächtig, denn die Tour führt uns durch Ecken der Sierra de Tramuntana, die ich noch gar nicht kenne.
Locker rollen wir aus Playa de Palma hinaus in Richtung Norden. Nach rund 20 Kilometern erwarten uns die ersten „netten“ Höhenmeter mit „netten“ Prozentzahlen hinauf nach Sa Cabaneta. Über ruhige
Nebenstraßen mit wenig Autoverkehr erreichen wir Santa Maria del Camí und fahren weiter Richtung Palmanyola. Zwischendurch kreuzen VOR-TOURler auf ihrem Weg zum Orient unseren Kurs – wir wünschen
ihnen gute Fahrt und starke Beine!
Bei Esporles erklimmen wir eine herrliche, stille Strecke. Ich genieße die Ruhe, die Landschaft und das gleichmäßige Kurbeln bergauf. Nach einer kurzen Stärkung in Establiments nehmen wir die
nächsten beiden Berge in Angriff. Jede fährt in ihrem eigenen Tempo hinauf und freut sich, sobald die jeweilige Kuppe erreicht ist. Die Landschaft ist atemberaubend und einzigartig – nicht
umsonst gehört die Sierra de Tramuntana seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Was wir mühsam hinaufkurbeln, rollen wir später genüsslich wieder hinab bis nach Palma. Von hier bringt uns der bekannte Radweg entspannt zurück zur Homebase.
Was für eine herrliche Strecke durch eine besondere Landschaft! Ein perfekter letzter Radtag – Britta und ich sind begeistert und ein bisschen stolz darauf, die Königsetappe geschafft zu haben.
Und als Highlight haben wir noch alle einen gelungenen Abschluss unseres Radcamps:
Auf Einladung von Prof. Dr. Rüdiger Sterzenbach, renommierter Verkehrswissenschaftler aus Dernbach/Westerwald, der der VOR-TOUR der Hoffnung verbunden ist, kommen alle VOR-TOUR-
Rennradfahrerinnen und -fahrer des Radcamps heute am letzten Radtag zu einem gemütlichen Beisammensein zusammen, um unseren sportlichen Einsatz in geselliger Runde ausklingen zu lassen.
DANKESCHÖN für die Einladung an unserem letzten gemeinsamen Radtag und die wunderbare Unterstützung der VOR-TOUR!
Danke an alle, die durch ihre Organisation, ihr Guiden und ihre Unterstützung dieses Radcamp möglich gemacht haben. Danke für die inspirierende Gesellschaft mit Euch und den offenen Austausch.
Ohne Euch wäre diese Zeit für mich nicht halb so lebendig und bereichernd gewesen.










































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Alfons Benz (Sonntag, 19 April 2026 18:39)
Toll, super, wunderschön geschrieben. Top!!!!