Tansania. Endlose Weiten. Faszinierende Tierwelt.

Abenteuer garantiert! Unterwegs in Tansania, mit Löwen, Geparden, Elefanten Auge in Auge.

 

Und: die big five sind nun vollzählig. Lange habe ich darauf gewartet und ich "musste" 5 x auf diesen faszinierenden Kontinent südlich der Sahara reisen, um auch Leoparden sehen zu dürfen, neben vielen weiteren großen, kleinen, bekannten, unbekannten Tieren in diesen atemberaubenden Landschaften.

Wir landen abends auf dem Kilimandscharo-Airport. Den Berg, auf dem ich vor 29 Jahren einen wunderschönen Sonnenaufgang über den Wolken erleben durfte, sehen wir nicht bei unserer Anreise ins nah gelegene Arusha. 

 

Direkt am nächsten Morgen starten wir unser Abenteuer. Der Weg führt uns erst nach Nordwesten zum Lake Natron.

Nicht lange dürfen wir die gut ausgebaute Straße befahren und biegen auf eine Schotterpiste in Richtung Natronsee ab.

 

Nach gut fünfstündiger Fahrt erreichen wir das Lake Natron Tended Camp. Es gehört einem Niederländer, der hier in der unwirtlich anmutenden Landschaft eine kleine Oase geschaffen hat. Auflage war u.a., dass hierüber 25 Arbeitsplätze in dieser Region entstehen.

 

Bevor wir uns von hier aus auf den Weg zum Wasserfall machen - noch wissen wir nicht, was sich hinter dieser als „Wanderung“ angekündigten Tour verbirgt - bekommen wir einige Instruktionen für unseren Aufenthalt im Camp: der Stromgenerator läuft zwischen 19:00 und 22:00 sowie 06:00 und 08:00 Uhr - eigentlich. Steckdosen gibt‘s nur im Restaurant. An dieser „Ladeecke“ an der Bar türmen sich abends die Handys der Gäste.

 

Ready.
Ready.
Unterwegs auf Delegationsreise von & mit Fly & Help und der Agentur vor Ort: Sense of Africa
Unterwegs auf Delegationsreise von & mit Fly & Help und der Agentur vor Ort: Sense of Africa
In Tansania gibt es viele Verkehrskontrollen. Aufgrund dessen, dass die Knöllchen hier bis zu einem Monatslohn betragen können, halten sich die meisten Fahrer an die Geschwindigkeitsvorgaben
In Tansania gibt es viele Verkehrskontrollen. Aufgrund dessen, dass die Knöllchen hier bis zu einem Monatslohn betragen können, halten sich die meisten Fahrer an die Geschwindigkeitsvorgaben
Auf der "Whisky-Straße" stundenlang in Richtung Natronsee unterwegs
Auf der "Whisky-Straße" stundenlang in Richtung Natronsee unterwegs
Ol Doinyo Lengai. Für die Massai der Sitz ihres Gottes. Dieser aktive Vulkan liegt etwa 120 km nordwestlich von Arusha im Ostafrikanischen Grabenbruch. Der letzte Ausbruch war 2006
Ol Doinyo Lengai. Für die Massai der Sitz ihres Gottes. Dieser aktive Vulkan liegt etwa 120 km nordwestlich von Arusha im Ostafrikanischen Grabenbruch. Der letzte Ausbruch war 2006

Lake Natron - Wanderung zu den Engare Sero Falls

 

Unsere „Wanderung“ beginnt ganz harmlos. Zwei Massai führen uns entlang des kleinen Flusses, der in den Lake Natron mündet, hinauf auf einem bereits ausgetretenen Pfad. Es ist Nachmittag, der Weg hinauf bis zum Wasserfall soll ca 45 Minuten dauern.

 

Es folgt die erste Querung des Flusses. Mit Hilfe des einen Massai, der wie ein Fels in der Brandung in der Mitte des kleinen Flusses steht, ist dies auch (noch) einfach zu bewerkstelligen. Manche versuchen es barfuß, ich lasse meine Wanderschuhe an - als ob ich es geahnt hätte, dass diese so oder so schließlich pitschnass werden würden.

 

Wir klettern auf der anderen Flussseite weiter über Felsen, es folgen viele weitere Querungen, der Fotoapparat und das Handy werden - hoffentlich - sicher im Rucksack verstaut. Denn manche Querungen sind so tief, dass wir hüfthoch im Wasser stehen. Mit den nassen Schuhen Halt auf den Felsen zu bekommen, ist nicht immer ganz leicht. Der ein oder andere geht baden, die Strömung ist recht stark, schnell greifen Hände zu und ziehen den unfreiwillig Abgetauchten wieder zurück auf die Felsen.

Manche möchten aufgeben und warten, bis wir uns wieder auf den Rückweg machen. Aber schließlich haben wir es doch alle zum Wasserfall geschafft!

 

Unser Anstieg dauert etwas länger als die veranschlagten 45 Minuten und der Tag nähert sich dem Ende. Dennoch nehmen wir uns die Zeit für die „Beweisfotos“, einige von uns nehmen auch - nun ganz freiwillig - ein kühles Bad im kleinen See unter dem Wasserfall. Dann aber heißt es: den gleichen Weg wieder zurück. Wir wissen ja nun, was uns erwartet und der Rückweg ist mit der nun bereits vorhandenen Übung recht gut zu bewerkstelligen.

 

Geschafft. Happy. Die Anstrengung ist uns jedoch anzusehen 😉
Geschafft. Happy. Die Anstrengung ist uns jedoch anzusehen 😉

 

Unsere beiden Guides, die uns zum Wasserfall geleitet haben, laden uns schließlich noch in ihre Boma ein. Die Häuser sind aus Naturmaterialen gebaut. Sie sind kreisförmig aufgestellt, um das Vieh in der Mitte einzuzäunen.

Die Massai empfangen uns in ihren farbenfrohen Kleidern, mit Perlen geschmückt.

 

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Das Lake Natron Tended Camp besteht aus einfachen, rustikal ausgestatteten Zelthäuschen mit Außendusche.

 

Für den Fall, dass der Generator doch nicht seinen Dienst tun kann, ist man gut beraten, eine Taschenlampe mit im Gepäck zu haben.

 

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Auf dem Schulweg
Auf dem Schulweg
Die Jeeps werden wieder bepackt, die Reise führt uns weiter in Richtung Serengeti
Die Jeeps werden wieder bepackt, die Reise führt uns weiter in Richtung Serengeti

 

Die aufgrund ihrer Beschaffenheit von unserem Fahrer Sapti als „Whisky-Route" bezeichnete Straße führt uns am nächsten Morgen weiter in Richtung Serengeti.

Salzsäcke mit dem Salz aus dem Natronsee stehen zum Abholen bereit am Wegesrand.

Massai sind mit ihren Rinderherden unterwegs - man stellt sich die Frage, wo für diese das Ziel mit ihren Herden in dieser kargen, felsigen Landschaft liegt?

 

Die 60 km/h, mit der Sapti über die unebene Straße brettert, hören sich nicht viel an, lassen aber unsere Fit-Uhren bereits nach ein/zwei Stunden Fahrt freudig verkünden, dass wir unser Tagesziel der 10.000 Schritte schon erreicht haben und gratulieren für das erfolgreich abgeschlossene Trainingspensum.

 

Das heißt aber auch, dass die die Straße querenden Herden durch unseren schnellfahrenden Jeep zur Eile angetrieben werden. Man sieht dem kleinen, etwa 6-jährigen Massai, der eine dieser Herden hütet, seine leichte Verzweiflung an, als er durch unseren Jeep von seiner Herde auf der anderen Straßenseite getrennt wird - schließlich hat er doch die Verantwortung für die Tiere.

 

Aufgrund dessen, dass diese "Whisky-Route" wohl durch eine neue Straße ersetzt werden soll, ist hier einiges an Lkw-Verkehr, der uns immer wieder durch den vielen roten aufgewirbelten Staub für Sekunden die Sicht nimmt. Und ob der Art und Weise, wie diese entgegen kommenden Lkw auf uns zuschlittern kann man vermuten, dass diese mehr als 60 km/h auf ihrem Tacho haben.

 

Blick zurück zum Lake Natron
Blick zurück zum Lake Natron

Serengeti National Park

 

Endlich erreichen wir die Serengeti. Es ist Lunchtime. Am Tor zum Nationalpark nutzen wir den Picknickplatz, um unsere Lunchbox zu inspizieren (ist tatsächlich das angekündigte Hühnchen darin?) und uns für die bevorstehende Pirschfahrt am Nachmittag auf dem Weg zu unserem Camp, welches uns für die kommenden zwei Nächte beherbergen wird, zu stärken.

 

Die Weite der Serengeti, der endlose Horizont, die weiche Stimmung des Nachmittags....und wir mittendrin!

 

Bisher nur durch den Film „Die Serengeti darf nicht sterben“ zu Hause am TV als Kind erlebt, stehe ich endlich inmitten dieser faszinierenden Landschaft mit dieser faszinierenden Tierwelt 💚

 

Und die ersten Löwen lassen auch nicht lange auf sich warten - es sollen am kommenden Tag noch viele folgen!

 

Mein Respekt gilt unsere Fahrern Sapti, Esron und Hermann, die (fast) immer den richtigen Weg in diesem 15.000 Quadratkilometer umfassenden Serengeti Nationalpark finden, um uns an die richtigen Plätze zur Tierbeobachtung zu fahren. Das gesamte Ökosystem "Serengeti" ist mit 30.000 Quadratkilometer doppelt so groß.

 

Kurz bevor die Sonne untergeht, erreichen wir unser Camp, duschen ganz rasch den Staub ab, bevor es direkt zum leckeren Diner geht - denn nicht nur die Löwen haben Hunger.

 

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Dikdik - die kleinste Antilopenart
Dikdik - die kleinste Antilopenart
Coke-Kuhantilope
Coke-Kuhantilope

 

Giraffen können den größten Teil ihres Wasserbedarfs durch die Nahrung decken und daher wochenlang ohne zu trinken auskommen. Eine unschätzbar wertvolle Fähigkeit in diesem Lebensraum, wo das Wasser knapp ist und Wasserstellen tückische Fallen für die Giraffen darstellen können.

Der extrem lange Hals stellt allerdings auch eine Reihe von besonderen Anforderungen an den Körperbau: so muss das Herz außergewöhnlich stark sein, um das Blut entgegen der Schwerkraft mehrere Meter hoch in den Kopf zu pumpen. Giraffen haben den höchsten Blutdruck aller Säugetiere.

 

 

Die Elefanten - die größten derzeit existierenden Raubtiere. Sie können bis zu 3 Meter hoch werden und bis zu 5 Tonnen wiegen. Andere Raubtiere haben sie kaum zu fürchten. Doch durch ihre Größe müssen Elefanten täglich bis zu 200 kg pflanzliche Nahrung zu sich nehmen. Es ist eine ständige Herausforderung, diese Mengen aufzutreiben. Die Tiere verbringen ca 17 Stunden täglich mit der Nahrungssuche und müssen, gerade in der Trockenzeit, weite Strecken zurücklegen, um nicht zu verhungern. Auch der hohe Wasserbedarf von 100 bis 150 l pro Tag ist eine Herausforderung.

 

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Die kleinen Wildhunde, Schakale, haben ein ausgesprochen breites Beutespektrum von Gazellen über Mäuse bis hin zu Insekten.
Die kleinen Wildhunde, Schakale, haben ein ausgesprochen breites Beutespektrum von Gazellen über Mäuse bis hin zu Insekten.
Kaffernbüffel
Kaffernbüffel

 

Das Serengeti Tanzania Bush Camp besteht aus gut ausgestatteten Zelten. Nachts darf man sich nur mit einem Guide zwischen den Zelten bewegen, u.a. wegen der Hyänen, die auch - sofern das Zelt nicht korrekt verschlossen ist - gerne mal direkt rein schauen und prüfen, was die Gäste so alles im Gepäck haben.

Sollte Euch eine Hyäne mit einer vergoldeten Haarspange begegnen - sie hat einige von uns besucht und wurde fündig.

 

 

Früh gehen wir schlafen, denn schließlich heißt es für acht von uns um 04:00 Uhr am nächsten Morgen aufzustehen: wir werden recht früh zur geplanten Ballonfahrt abgeholt. Nach einer Stunde Fahrt durch die Nacht erreichen wir den Platz, an dem unser Ballon bereits mit Luft befüllt wird. Es gibt für uns ein kleines erstes Frühstück - das große folgt dann nach unserer Champagner-Taufe am Ende der Ballonfahrt - so war es geplant.

 

Doch es kommt dermaßen Wind auf, dass es zum einen schwierig wird, das Feuer zum Heizen der Ballonluft zu entzünden ohne den Ballon selbst in Flammen zu setzen, zum anderen wird der Start bei diesem Wind eine enorme Herausforderung. Wir warten darauf, dass der Wind sich legt, die Thermik es trotz fortgeschrittener Tageszeit noch erlaubt zu starten und ...... brechen schließlich ab. Die Sicherheit geht vor.

 

Das Frühstück gibt es trotzdem, nur den Champagner nicht - also auf einen neuen Versuch, irgendwann.

 

 

 

Traurig ob der ausgefallenen Ballonfahrt über die Serengeti geht’s zurück zum Treffpunkt mit dem Rest der Gruppe - nicht ahnend, dass wir in den folgenden Stunden so viele aufregende Begegnungen mit der Tierwelt Afrikas haben werden. 

 

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Den Leoparden sehe ich nicht sofort, er versteckt sich gut zwischen den Gräsern. Sich anschleichen gehört zu den Stärken eines Leoparden. Auf diese Art nähert er sich gerne seiner Beute.

So rasch, wie er zwischen den Gräsern auftaucht, so rasch ist er auch schon wieder weg und versteckt.

 

Sie sind typische Einzelgänger, die recht große Territorien für sich beanspruchen und können bis zu 60 km/h schnell werden.

 

Foto: Silvia B. - DANKE, Silvia, dass ich Dein Bild mit in meinen Blog einbinden darf. Du hast eindeutig den richtigen Zeitpunkt und Standort erwischt. So schön!
Foto: Silvia B. - DANKE, Silvia, dass ich Dein Bild mit in meinen Blog einbinden darf. Du hast eindeutig den richtigen Zeitpunkt und Standort erwischt. So schön!

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Die weiblichen Löwinnen sind stets miteinander verwandt, da sie das Rudel, in das sie hineingeboren werden, nicht verlassen. Die männlichen Jungtiere werden dagegen nur zwei bis drei Jahre toleriert und dann vertrieben. Diese schließen sich dann mit anderen jungen Männchen zusammen und streifen jahrelang umher.

 

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Männliche Löwen erreichen eine Länge von etwa 2 m und ein Gewicht von 200 kg. Form und Farbe der Mähne stehen in engem Zusammenhang mit der momentanen körperlichen Verfassung des Tieres: Kraft und Fitness wird direkt sichtbar.

 

 

Die Antilopen und Gazellen sind von allen größeren Tieren der Savanne zahlenmäßig am stärkten vertreten. Mit ihren großen Herden bilden sie die Grundlage für das Ökosystem und ermöglichen die Existenz der vielen großen Raubtiere.

Diese Tiergruppe ist außerordentlich vielfältig, auch was die Größe angeht.

 

Perlhühner
Perlhühner

 

Die Serengeti ist noch eine der guten Rückzugsgebiete für die Löwen im Herzen Afrikas. Vor Jahren sind über 1000 Löwen gestorben, da die Hundestaupe auf Löwen übertragen wurde.Und fast jeder hat hier einen Hund. Durch Gratis-Impfaktionen rund um die Serengeti versuchte man, einen Gürtel, frei von Tollwut und Staupe, um das Schutzgebiet zu legen. Dies dient nicht nur dem Naturschutz, sondern auch der Bevölkerung.

 

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So nah neben diesen mächtigen Tieren dabei sein zu können, ist ein unwahrscheinlich beeindruckendes, unvergessliches Erlebnis.

 

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Eine Löwin trägt ein Sendehalsband.
Eine Löwin trägt ein Sendehalsband.

 

Flußpferde können bis zu 5 m lang und bis zu 4 t schwer werden. Trotz ihrer gewaltigen Masse sind sie überraschend schnell und wendig. Zudem sind sie grundsätzlich schlecht gelaunt und aggressiv. Obwohl sie reine Vergetarier sind gehören sie daher zu den gefährlichsten Tieren Afrikas.

Sie haben eine außerordenlich empfindliche Haut, die schnell austrocknet - für das Leben in einer Savanne nicht die besten Voraussetzungen. Daher verbringen die Hippos den größten Teil des Tages im Wasser, gehen nach Einbruch der Dunkelheit an Land, um Gras und andere Pflanzenteile abzuweiden.

 

 

Die Tiere faszinieren mich.

Doch wird auch deutlich, dass die Tiere durch den Ansturm der Gäste, die die Serengeti besuchen, in ihrem Lebensraum gestört werden. Der Spruch eines Mitreisenden "Stau in der Serengeti" trifft zu. Zig Safarijeeps umzingeln den Leoparden, Kameras klicken - auch meine -, das Funkgerät ist an, um ja nicht zu verpassen, wo das nächste Tier gesichtet wurde.

 

Zum einen bringt der Tourismus Wertschöpfung in die Region. Die Eintrittsgebühr in die Serengeti beträgt 50 US$ pro Tag und Gast. Und nur durch dieses Einkommen durch die Besucher kann der Park unterhalten werden. Die Einnahmen der Serengeti sind sogar so hoch, dass hierüber andere Parks, welche abgelegener sind und nicht so viele Besucher haben, mit subventioniert werden können.

 

Dennoch kann man das ein oder andere berücksichtigen, damit die Tiere nun nicht statt den Wilderern den Gästen zum Opfer fallen: Abstand halten. Fluchtwege für die Tiere frei lassen. Müll vermeiden bzw wieder mitnehmen. Fütterung unterlassen. Geschwindigkeiten der Jeeps anpassen.

Fotovoltaik kann bis zu 100% des Strombedarfs der Camps decken, Wäsche kann mit aufgefangenem Regenwasser gewaschen werden. Umgerüstete Geländewagen fahren leise und abgasfrei. Nachfüllbare Flaschen statt Einweg-Plastikflaschen nutzen; dies bedarf dann auch Tanks mit gefiltertem Wasser an den Fahrzeugen.

 

Plastiktüten sind in Tansania verboten. Plastiktüten-Nutzer können sogar mit bis zu zwei Wochen Gefängnis bestraft werden.

 

 

Mit ihrem trockenen, heißen Klima ist die Savanne ein idealer Lebensraum für Reptilien, die sich an solche Bedingungen sehr gut anpassen können.

 

 

Geparde gelten als die schnellsten Landtiere der Welt. Sie können bis zu 112 km/h schnell werden und er kann in vier Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Allerdings hält er das Tempo nicht lange - nach wenigen Sekunden geht ihm schon die Puste aus.

 

Diese tagaktiven Katzen sind sehr gesellig. Während die Weibchen meist alleine leben, sind die Männchen in Verbänden, meist mit bis zu drei weiteren Geparden, unterwegs.

 

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So bekannt ist die Serengeti, dass man annimmt, dass dem Naturschutz nichts mehr entgegenwirken kann. Und doch wird plötzlich geplant, mitten durch die Serengeti eine Autobahn zu bauen. Die UNESCO drohte hieraufhin, den Weltnaturerbestatus abzuerkennen.

Naturschutz, Engagement für dieses Paradies und für die Tiere ist und bleibt eine immerwährende Aufgabe.

 

 

Am zweiten Morgen im Serengeti Tanzania Bush Camp haben wir einen ganz besonderen Weckruf: die Giraffe vor unserem Zelt wagt sich ganz nah ran und lässt sich bei ihrem Frühstück durch uns nicht beirren.

 

Wir packen wieder unsere Koffer, denn der Weg führt uns weiter zum Ngorongoro-Krater, der östliche Teil des Serengeti-Nationalparks, zu dem diese Landschaft seit 1951 gehört. 

 

Ngorongoro-Krater

Der Ngorongoro-Krater gilt als die viertgrößte Caldera der Welt. Eine Caldera entsteht, wenn sich die Magmakammer entleert hat und das darüber befindliche Vulkangebäude einstürzt und einen solchen Kessel bildet.

Der Durchmesser des Ngorongoro-Kraters liegt zwischen 17 und 21 Kilometer. Der Kraterboden liegt auf 1.700 m Höhe, die Kraterkante liegt etwa auf 2.300 m.

 

In dem vor 2,5 Mio Jahren ausgebrochenen Riesenkrater leben heute fast 30.000 Tiere - hier gibt es die höchste Raubtierdichte Afrikas.

 

Steil führt der Weg für unsere Jeeps hinab in den Krater. Und schon hier auf dem Weg bekommen wir Blicke auf die großen Tierherden, die sich in diesem riesengroßen Kessel tummeln. 

 

 

Gnus sind große Antilopen, die den Ngorongoro-Krater, ebenso wie die Serengeti, in riesigen Herden  bevölkern. Gnus sind die größte Ansammlung großer Säugetiere auf unserer Erde. Als Beute für große Raubtiere wie Löwen, Hyänen aber auch Krokodile sind sie ein entscheidender Faktor in diesem Ökosystem.

Die Gnu-Herden halten sich je nach Jahreszeit in unterschiedlichen Gebieten auf. In der Trockenzeit weichen sie nach Norden in die Masai-Mara aus und queren hierbei vier Flüsse. Die jährlichen Gnu-Wanderungen sind die weltweit größten Tierwanderungen, die auf dem Land stattfinden.

Nicht alle Tiere aus dem Krater beteiligen sich an dieser Tierwanderung. Das besondere hier ist, dass viele der Tiere das ganze Jahr im Ngorongoro-Krater bleiben.

 

Lunch - inmitten des Kraters
Lunch - inmitten des Kraters

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Auch die Warzenschweine leben gesellig und gehen in der Gruppe auf Nahrungssuche. Sie sind tagaktiv und daher häufig in der Savanne zu beobachten. Diese Art ist mit den europäischen Wildschweinen nah verwandt. Wie die Paviane sind sie grundsätzlich Allesfresser.

 

 

Die Savanne hat keinen großen Baumbestand, daher leben hier auch wenige Primaten. Mit Ausnahme der Paviane. Als einzige Primatengattung haben sie sich auf das Leben im offenen Gelände angepasst und sind nicht unbedingt auf Bäume angewiesen. Wie die meisten Primaten haben auch die Paviane ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Das gegenseitige Lausen ist ein wichtiger Teil davon. Es dient dem Entfernen von Parasiten und stärkt den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe.

 

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Die Savanne ist eine Trockenlandschaft, in der es oft monatelang nicht regnet. Die wenigen Wasserstellen, die die gesamte Trockenzeit überdauern, werden dann enorm wichtig.

 

 

Sehr viel hat Deutschland mit dieser Region in Tansania zu tun. Bestimmt besteht auch durch die Arbeit von Prof. Bernhard Grzimek und seinem Sohn Michael eine enge Verbindung.

Für Prof. Grzimek war es sehr wichtig, dass er mit seinem Sohn den Film "Die Serengeti darf nicht sterben" machen konnte, welcher als erster deutscher Film nach dem 2. Weltkrieg 1960 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Die Arbeit von beiden an diesem Film wird von einem tragischen Unfall überschattet. Michael Grzimek stürzt mit seinem Flugzeug nach der Kollission mit einem Geier am 10. Januar 1959 ab und verunglückt im Alter von 24 Jahren tödlich. Noch am gleichen Tag wird Michael am Rande des Ngorongoro-Krater begraben. Die Regierung von Tansania stiftete später diese Steinpyramide als Denkmal über seinem Grab.

 

 

An der Zufahrt zum Ngorongoro-Krater liegt die Kleinstadt Karatu mit etwa 22.000 Einwohnern. Hier finden wir für die folgende Nacht eine Unterkunft in der Bougainville Safari Lodge mit ihren großzügig angelegten Bungalows, ausgiebigen Grünflächen, gepflegten Garten, Pool - nach drei Nächten in Zelt-Lodges wirkt diese Anlage richtig luxuriös.

Gerne wären wir hier länger geblieben, doch bereits früh am nächsten Morgen heißt es wieder Koffer packen und die Jeeps beladen. 

 

Tarangire Nationalpark

 

Im Tarangire Nationalpark, welcher südwestlich von Arusha liegt, fallen die derzeit blätterlosen Affenbrotbäume auf, die hier überdurchschnittlich häufig anzutreffen sind. Durch den Park fließt der Tarangire-Fluss, der ganzjährig Wasser führt, was zur höchsten Großtierdichte - nach dem Ngorongoro-Krater - führt.

 

Auch hier erwartet uns wieder eine beeindruckende Tierwelt, die wir erleben dürfen. Dankbar. Fasziniert. Atemlos.

 

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Elen-Antilope
Elen-Antilope

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Eine Gruppe Zebramangusten durchstreift das Gras auf der Suche nach Insekten und weiteren kleinen Beuteltieren. Sie sind sehr gesellig, die Wachsamkeit der Gruppe gibt ihnen einen gewissen Schutz. Die Jungtiere bleiben im Bau zurück und werden dort von anderen Mangusten betreut.

 

 

Geier spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem der Savanne, da sie Tierkadaver und die Reste der Beute großer Raubtiere verwerten. Da Aas in großer Menge anfällt können Geier in großer Zahl existieren. Ist ein Tierkadaver erst einmal entdeckt, finden sich schnell weitere Vögel ein und es bricht ein wildes Gerangel um die besten Stücke aus.

 

 

Von wegen den Kopf in den Sand stecken.

 

Strauße sind oft in großen Gruppen unterwegs, beobachten permanent die Umgebung, um sich hierüber vor Gefahren zu schützen. Auch schließen sie sich gerne in den Savannen anderen Herden von Zebras oder Gazellen an.

 

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Lunchtime auf dem Picknickplatz inmitten des Nationalparks
Lunchtime auf dem Picknickplatz inmitten des Nationalparks

 

Elefanten haben eine ausgeprägte Sozialstruktur, ähnlich Delfinen und Menschenaffen. Sie trauern um ihre toten Artgenosssen, ungewöhnlich im Tierreich. Ihre Gedächtnisleistung ist ebenso außergewöhnlich.

Eine Elefantenherde besteht ausschließlich aus weiblichen Tieren und Jungtieren mit üblicherweise 10 bis 20 Individuen. Die Führung übernimmt i.d.R. ein altes, weibliches Tier, welches 40 bis 50 Jahre alt sein kann - die Lebenserfahrung des Leittieres ist sehr wichtig.

 

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Leoparde sind gute Kletterer - anders als Löwen und Geparden. Sie lauern ihre Beute auch manchmal von Bäumen aus auf. Dieser Leopard sonnt sich auf dem Felsen und ergreift schließlich die Flucht nach unserem Eintreffen.

 

Der größte Feind des Leoparden - neben anderen Raubtieren, Hyänen und Schakale - ist der Mensch, der den Leopard auch des Fells wegen jagt.

 

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15 Minuten vor den Toren des Tarangire Nationalparks befindet sich die Roika Tarangire Tended Lodge.

Die Lodge ist nicht von Zäunen umgeben, Elefanten und andere Tiere streifen über das Gelände, welches man v.a. bei Dunkelheit nicht ohne Begleitung durch die Lodge-Angestellten begehen soll.

 

Mir begegnen keine Tiere auf meinem Weg zum Zeltbungalow. Allerdings sehen diese Hütten in der Nacht alle gleich aus und da gilt es, genau hinzuschauen, um auch wieder nach dem Dinner in die richtige Hütte zurückzukehren.

 

 

Der Weg führt uns vom Tarangire Nationalpark am nächsten Tag nach Lengijape. Hier eröffnen wir feierlich eine primary school, die mit Hilfe der VOR-TOUR der Hoffnung und in Kooperation mit fly & help gebaut werden konnte.

 

Sapti, Esron und Hermann haben uns die letzten Tage sehr gut geguidet und begleitet.

Wieder zurück in Arusha heißt es von unseren drei Begleitern Abschied zu nehmen. 

 

Doch eventuell gibt es ein Wiedersehen mit Hermann - er plant, Deutschland nochmal zu besuchen und die Einladungen in die Regionen rund um Koblenz sind bereits ausgesprochen.

 

Hermann, Esron und Sapti.  "Roger. Roger. Bingo"
Hermann, Esron und Sapti. "Roger. Roger. Bingo"

Arusha

 

Den letzten Tag verbringen wir, bevor wir zurück zum Flughafen müssen, in Arusha im Gran Melia, welches erst vor wenigen Monaten eröffnet hat. Hier steigen wir ab, da unser ursprünglich gebuchtes Hotel African Tulip, in dem unsere Reise vor einer Woche startete, durch einen Wasserschaden nicht bewohnbar ist.

 

 

Und nun sehe ich ihn endlich wieder. Nach 29 Jahren.

Auf dem Weg zum Flughafen zeigt er sich: der Kilimandscharo. Oft versteckt er sich im Nebel.

Es ist deutlich zu sehen, dass die Schneekuppe des Kibo sehr viel kleiner geworden ist. Nicht mehr lange und er wird schneefrei sein.

Rechts vom Kibo kann man auch den Mawenzi erkennen, den mit seinen 5.148 m zweithöchsten Berg dieses Kilimandscharo-Massivs.

 

 

Es war toll mit Euch!

Ein unvergessliches Erlebnis. Eine tolle Gemeinschaft. Ein interessanter Austausch.

 

Danke, dass Ihr mit dabei gewesen seid.

Danke, dass ich das Erlebte mit Euch teilen darf.

Danke, dass ich dabei sein durfte.

 

Ich freue mich auf's Wiedersehen!

 

Roland, Hermann, Andrea, Tina, Sabti, Rosi, Grit, Wolfgang, Vreni, Esron, Werner, Heike, Ingo, Almut, Anja, Volker, Ralf, Silvia, Paul, Astrid - eine super tolle Truppe! (Es fehlt auf dem Foto: Reiner)
Roland, Hermann, Andrea, Tina, Sabti, Rosi, Grit, Wolfgang, Vreni, Esron, Werner, Heike, Ingo, Almut, Anja, Volker, Ralf, Silvia, Paul, Astrid - eine super tolle Truppe! (Es fehlt auf dem Foto: Reiner)

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